Der Status Quo

Wo steht die "öffentliche Kommunikation" des Bezirkskrankenhauses? Welche Kanäle werden bespielt? Wir blicken auf den aktuellen Stand!

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Die Ausgangsbasis

Für eine Beurteilung der aktuellen, kommunikativen Situation des Bezirkskrankenhauses Kufstein, haben wir uns umgehört und umgesehen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die objektiven Fakten rund um die kommunikative Vergangenheit und Gegenwart des Krankenhauses vor und versuchen den derzeitigen „öffentlichen Eindruck“ als Ausgangsbasis für zukünftige Maßnahmen zu beschreiben.

„Kommunikation“ bisher eher eingeschränkt

Die Kommunikation nach außen, derzeit:

  • Unternehmenskommunikation „nebenei“ und ohne erkennbares Gesamtkonzept
  • Keine eigene, interne Abteilung für Marken- und Unternehmenskommunikation
  • Oberste Direktive bei Kommunikationsmaßnahmen: Ärztliche Direktion
  • Eigenes Kommunikations- & Marketing-Budget: Derzeit nicht vorhanden
  • Klar definiertes Corporate Design – Handbuch für einheitliche Markensprache: Derzeit nicht vorhanden.
  • Momentane Öffentlichkeitsarbeit: Stellenausschreibungen und (unregelmäßige und zu wenige) eigene PR-Berichterstattungen
  • Homepage: Vorhanden, modern, gute Ausgangsbasis (!), aber mit Potential nach oben
  • Social Media Arbeit: Nicht vorhanden
  • Digitales Bewertungsmanagement: Wird nicht bearbeitet (z.B. Kununu, Google, etc.)
  • „Roadshows“: Mit Corona leider mehr oder weniger eingeschlafen
  • Tag der offenen Tür: Wird immer wieder durchgeführt
  • etc.

Eine professionelle „Image-Analyse“ wurde schon länger nicht mehr durchgeführt. Die letzte Umfrage war „eher unprofessionell“ z.B. mit Interviews vor heimischen Supermärkten. (lt. Hr. Dr. Schoner)

Die öffentliche Wahrnehmung

Vorbemerkung: Für eine repräsentative Aussage zu diesem Thema ist zwingend eine professionelle Image-Analyse notwendig. Nachfolgende Hinweise stellen deshalb nur subjektiv beeinflusste Wahrnehmungen dar:

  • Wenn PR, dann vorwiegend kurze, faktische Informationen über Neuanstellungen / Führungswechsel, etc.
  • Langfristig problematisch: Negativpresse (z.B. Psychiatrie-Vorfall, etc.)
  • Services- und Angebote werden öffentlich nicht / kaum wahrgenommen (Vorträge, Auszeichnungen, Veranstaltungen, etc.)
  • Zufriedenheit der Patienten / Bevölkerung scheint abteilungsabhängig zu sein
  • Werte- & Marken-Kommunikation kommt in Öffentlichkeit nicht an

Interne Kommunikation

Nachfolgendes Bild über die interne Kommunikation und dargelegte Fakten entstanden auf Basis mehrerer Mitarbeiterbefragungen im Rahmen der Konzeptrecherche:

  • Interne Kommunikation derzeit: Über Consens und Intranet, oder
  • Abteilungsbezogen: hauptsächlich per Email oder WhatsApp
  • „Wir im Gespräch“: Regelmäßige Podiumsdiskussion für Mitarbeiter (20-40 Teilnehmer)
  • Mitarbeiterzeitung: Wurde eingestellt und bisher nicht wieder belebt
  • Mitarbeiter-Events: Werden immer wieder angeboten (Weihnachtsfeier, Sommerfeste, Gesundheitstage, Abteilungsfeiern…)
  • Fortbildungen: Werden unterschiedlich organisiert (für Pflegepersonal eher zentral, für ärztliches Personal eher über Primare oder selbständig)

Fazit: Innerhalb des Systems gibt es derzeit KEINE klare und einheitliche Kommunikations-Struktur und -Kultur. Hauptsächlich kommunizieren die einzelnen Fachbereiche als in sich abgeschlossene Systeme eigenständig und mit teilweise unterschiedlichen Ansätzen (scheint aber so zu funktionieren). Das DMS „Consens“ gilt für die meisten Mitarbeiter eher als belastende Notwendigkeit, da zu unübersichtlich, zu viele „irrelevante“ Inhalte und teilweise zu fachspezifisch.

Patienten-Kommunikation

  • Erfolgt hauptsächlich über das Pflegepersonal
  • Aufklärungsbroschüren oder Leitfäden des BKH: Derzeit nicht vorhanden
  • Krankenhaus-Magazin: Derzeit nicht vorhanden
  • Krankenhaus-TV: Derzeit nicht vorhanden
  • Kommunikative Vor- und Nachbetreuung von stationären Planpatienten: Derzeit nicht vorhanden
  • Zufriedenheitsanalyse bei Patienten: Wird immer wieder vom hausinternen Qualitätsmanagement durchgeführt.

Kommunikation mit Partnern & Stakeholdern

  • Austausch mit niedergelassenen Ärzten: Eher unregelmäßig per Email, regelmäßige Treffen (wie früher) finden derzeit nicht statt („Wir fragen nach“)
  • Informationen über das BKH für Ärzte / Patienten: Derzeit nicht vorhanden
  • Kommunikation mit Gemeinden & Gremien: Über regelmäßige Verbandsausschusssitzungen
  • Kommunikation mit der Presse: Eher nur anlassbezogen

Krisen-Kommunikation

  • Krisenkommunikation läuft ausschließlich NUR über den ärztlichen Direktor
  • Krisen-Kommunikationsplan / Handbuch: Derzeit kein standardisierter Notfallplan vorhanden!

Employer-Branding – Die „Mitarbeitermarke“ aufbauen

  • Eigene HR-Abteilung: Soll aufgebaut werden; derzeit nicht vorhanden (nicht zu verwechseln mit der vorhandenen „Personalabteilung“)
  • Eigene Employer-Branding-Stratgie: Derzeit nicht vorhanden
  • Mitarbeiter-Benefits: Vorhanden
  • Fortbildungen: Vorhanden (teilweise aber nicht zentral organisiert!)
  • Bewerbungs-Management: Wird „nebenher“ mitgemacht – derzeit kein strukturiertes Prozessmanagement

An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die uns in umfangreichen Einzelinterviews bereits JETZT zur Verfügung standen, um Prozesse näher zu durchleuchten und zu hinterfragen. Danke auch an die kollegiale Führung und die Klinikleitung für die große Transparenz und Offenheit sowie für die umfangreichen Informationsgespräche!

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